tanja braucht meine hilfe sowieso nicht!

nach ungefähr 200 metern kamen mir erste zweifel: muss das sein? es ist dunkel und minus sieben grad.
außerdem gehen die ganzen leute gerade nach hause.
außerdem befindet sich tanja noch in der gewalt dieser jugendlichen gewalttäter.
außerdem ist der kühlschrank bis oben hin voll mit bierflaschen.
außerdem zwickt’s in der leiste.
außerdem hat der übungsleiter gesagt, ich soll heute gar nicht laufen.
und wenn ich da vorne rechts abbiege, muss ich nicht mal umdrehen, um nach hause zu kommen.

jetzt ist der moment gekommen, in dem sich wahre charakterstärke zeigt: weiterlaufen.
untervierstunden ist schließlich das ziel.

und es lohnt sich:
klare trockene luft!
niedliche kaninchen, die sich mit den sich unter dem schnee befindenden leckeren gefrorenen grashälmchen den wanst vollschlagen!
quakende entlein, die sich ihren kleinen raum behaglichkeit auf der wandse lustig paddelnd eisfrei halten!
der fernsehturm vor dem dunkelstblauen himmel, der in richtung horizont in das warme orange der beleuchteten stadt verläuft!
die anderen blöden jogger!
ratten, die fröhlich über den schneebedeckten wegrand hüpfen!
und ich!
pieux nach dem herrlichen abendlauf


es war sehr schön heute abend.

 

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